{"id":214,"date":"2017-04-25T01:47:55","date_gmt":"2017-04-24T23:47:55","guid":{"rendered":"http:\/\/ak.gibts.net\/wordpress\/?page_id=214"},"modified":"2017-07-12T23:57:38","modified_gmt":"2017-07-12T21:57:38","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/adolfo-kolping.de\/wordpress\/?page_id=214","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein bisschen Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Der Gr\u00fcnder unserer Schule, Pfarrer Wolfgang Schaft, hat kurz vor seinem Tod die Entstehung der Schule beschrieben. Hier einige Ausz\u00fcge aus seinen beiden letzten Rundbriefen des Jahres 2010:<\/p>\n<p>\u201e&#8230; Aber wie begann das alles? Ich ging 1994 hin\u00fcber nach Ecuador um Seelsorge zu betreiben. &#8230; In einer globalisierten Industriewelt sind Bildung und Ausbildung \u00fcberlebensnotwenig. Deshalb entstand sehr bald der Gedanke einer handwerklichen Schule im Geiste des Handwerkerpfarrers Adolph Kolping. In meiner Pfarrei in Yaruqu\u00edes arbeitete damals eine junge Lehrerin mit, Janeth L\u00f3pez, die jetzige Schulleiterin. Sie stammt aus dem Dorf, und die N\u00f6te und Sorgen der Menschen dieser Region sind ihr vertraut. Janeth war sofort begeistert von meiner Idee einer Berufsschule und wollte gleich beginnen. So mieteten wir R\u00e4ume in einer alten Schule in Yaruqu\u00edes f\u00fcr den Nachmittag und sie gab alleine Unterricht. F\u00fcr den praktischen Unterricht lie\u00df ich zwei Schuppen errichten und wir stellten einen Schreiner und einen Schlosser stundenweise an. Gemeinsam haben wir die Schule weiterentwickelt, Schulraum f\u00fcr Schulraum gebaut auf einem Gel\u00e4nde, das wir im Jahr 2000 in Erbpacht als Bauplatz bekamen. &#8230; Dann mussten wir um die staatliche Genehmigung k\u00e4mpfen, damit die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler einen anerkannten Abschluss erhalten konnten. Weil es eine Berufsschule UND Sekundarschule war \u2013 die erste in dieser Form im Land -, mussten wir die Genehmigung von 2 Ministerien und der nationalen Handwerkskammer erlangen. Das ganze Genehmigungsverfahren dauerte fast 2 Jahre. &#8230; F\u00fcr die letzte Unterschrift des Arbeitsministers verbrachten wir 3 Tage in Quito und absolvierten 8 Besuche auf dem Ministerium!&nbsp;&#8230;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ak.gibts.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ein-bisschen-Geschichte-Foto-Deutsch.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-220 alignleft\" src=\"http:\/\/ak.gibts.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ein-bisschen-Geschichte-Foto-Deutsch-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/adolfo-kolping.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ein-bisschen-Geschichte-Foto-Deutsch-300x225.jpg 300w, http:\/\/adolfo-kolping.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ein-bisschen-Geschichte-Foto-Deutsch.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wenn man heute diese sch\u00f6ne Schule sieht, kann man kaum glauben, dass wir mit nur einem Klassenzimmer und zwei provisorischen Schuppen anfingen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass gleich am ersten Tag zwei etwas \u00e4ltere Sch\u00fclerinnen ihre Babys zur Schule mitbrachten. Sie hatten zu Hause niemanden, der die Kleinen h\u00fcten konnte und baten uns dringend, ihnen trotzdem eine Schulausbildung zu erm\u00f6glichen.&nbsp;&#8230;<br \/>\nEine gro\u00dfe Herausforderung war und ist die so g\u00e4nzlich andere Mentalit\u00e4t der Menschen im Andenhochland. Ecuador liegt im Tropeng\u00fcrtel, und dort wachsen zu jeder Jahreszeit bei ausreichender Bew\u00e4sserung Fr\u00fcchte heran. Das bedeutet, dass in diesen L\u00e4ndern der Gedanke an Planung oder Vorsorge, wie z.B. auch an eine Berufsausbildung, weitgehend unbekannt ist. Hinzu kommt, dass Menschen, die 500 Jahre lang Fremdbestimmung und Unterdr\u00fcckung gewohnt waren, immer nur an das Heute, aber nie an das Morgen oder gar \u00dcbermorgen denken.&nbsp;&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>In Yaruqu\u00edes wird Pfarrer Wolfgang Schaft liebevoll \u201ePadre Lobito\u201c genannt. \u201eLobito\u201c hei\u00dft W\u00f6lfchen, abgeleitet von seinem Vornamen. In den Herzen der Menschen lebt er weiter, und zusammen mit dem ganzen Dorf wird jedes Jahr ein Gottesdienst im Gedenken an ihn gefeiert.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein bisschen Geschichte Der Gr\u00fcnder unserer Schule, Pfarrer Wolfgang Schaft, hat kurz vor seinem Tod die Entstehung der Schule beschrieben. Hier einige Ausz\u00fcge aus seinen beiden letzten Rundbriefen des Jahres 2010: \u201e&#8230; Aber wie begann das alles? 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